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Geschichte der Schweiz · Das 20. Jahrhundert

Wohlstand und AHV

Thema

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Schweiz nicht zerstört. Die Fabriken konnten sofort produzieren. In den 1950er- und besonders in den 1960er-Jahren wuchs die Wirtschaft sehr stark. Man nennt diese Zeit Hochkonjunktur. Es gab mehr Arbeit als Arbeitskräfte. Die Löhne stiegen deutlich, in den 1960er-Jahren besonders schnell. Der Lebensstandard stieg für viele Menschen stark an.

Viele Familien konnten sich nun Dinge leisten, die vorher Luxus waren: ein Auto, einen Kühlschrank, eine Waschmaschine, einen Fernseher oder Ferien. Die Schweiz wurde zu einer Konsumgesellschaft. Das heisst: Man kauft viel mehr als nur das Nötigste. Auch Arbeiterfamilien hatten nun mehr Geld. Vorher, zum Beispiel in der Krise der 1930er-Jahre, waren viele Menschen arbeitslos und arm.

Auch die soziale Sicherheit wurde besser. 1947 stimmte das Volk der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) zu. Seit dem 1. Januar 1948 zahlt sie Renten. Die AHV ist eine staatliche Versicherung für alle. Sie zahlt Geld an alte Menschen und an Hinterlassene, also Witwen, Witwer und Waisen. Sie ist bis heute die wichtigste Sozialversicherung der Schweiz.

Eselsbrücke: AHV 1948: Nach dem Krieg gibt es Rente für alle.

Wichtige Begriffe

Lebensstandard
Wie gut die Menschen leben können, zum Beispiel wie viel sie sich leisten können.
Hochkonjunktur
Eine lange Zeit mit starkem Wirtschaftswachstum, in der Schweiz etwa 1950 bis 1973.
AHV
Alters- und Hinterlassenenversicherung, die staatliche Rente seit 1948.

Fragen zu diesem Thema

  1. Wann stieg der Lebensstandard in der Schweiz für viele Menschen deutlich an?Richtige Antwort: C, in den 1960er-Jahren
  2. Welche Versicherung wurde 1948 in der Schweiz eingeführt?Richtige Antwort: C, die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)

Quellen