Geschichte der Schweiz · Reformation, Napoleon und Neutralität
Neutralität seit 1815
Thema
Neutral sein heisst: Die Schweiz mischt sich nicht in bewaffnete Konflikte, also Kriege, zwischen anderen Staaten ein. Sie hilft keiner Kriegspartei mit Soldaten. Sie lässt keine fremden Truppen durch ihr Land ziehen. Die Schweiz schützt ihre Neutralität mit einer eigenen Armee. Man spricht deshalb von bewaffneter Neutralität.
Neutral heisst nicht, dass die Schweiz allein bleibt. Sie schliesst viele Verträge mit anderen Staaten ab, auch mit Staaten im Krieg. Sie ist Mitglied der UNO und handelt mit der ganzen Welt. Sie bietet auch «Gute Dienste» an, zum Beispiel als Ort für Friedensgespräche.
Nach den Kriegen Napoleons ordneten die europäischen Grossmächte Europa neu. Das geschah am Wiener Kongress 1814 und 1815. Dort legten sie fest, dass die Schweiz neutral bleiben soll. Am 20. November 1815 anerkannten die Grossmächte in Paris die «immerwährende Neutralität» der Schweiz. Gleichzeitig kamen Genf, Wallis und Neuenburg als neue Kantone dazu.
Eselsbrücke: 1815 in Wien: Die Grossmächte sagen «neutral», und die Schweiz bleibt es bis heute.
Wichtige Begriffe
- Neutralität
- Ein Staat nimmt nicht an Kriegen zwischen anderen Staaten teil.
- Wiener Kongress
- Konferenz der europäischen Mächte 1814/1815, die Europa nach Napoleon neu ordnete.
- bewaffnete Neutralität
- Die Schweiz ist neutral, verteidigt sich aber mit einer eigenen Armee.
Fragen zu diesem Thema
- Die Schweiz ist neutral. Was heisst das?Richtige Antwort: C, Sie mischt sich nicht in bewaffnete Konflikte anderer Staaten ein.
- Was haben die europäischen Mächte am Wiener Kongress 1815 für die Schweiz festgelegt?Richtige Antwort: A, die Befolgung der Neutralität