Swiss Passport

Geschichte der Schweiz · Reformation, Napoleon und Neutralität

1798: Franzosen und Napoleon

Thema

Nach der Französischen Revolution von 1789 wollte Frankreich seine Ideen und seine Macht verbreiten. Anfang 1798 marschierten französische Truppen in die Eidgenossenschaft ein. Am 5. März 1798 fiel Bern. Die Alte Eidgenossenschaft brach zusammen. Frankreich wollte vor allem die Alpenpässe nach Italien kontrollieren, Geld für seine Kriege und Schweizer Soldaten.

Im April 1798 entstand die Helvetische Republik. Sie war ein Zentralstaat: Die Regierung sass an einem Ort und bestimmte alles. Die Kantone waren nur noch Verwaltungsbezirke. Neu waren gleiche Rechte für alle Bürger. Die Untertanengebiete wurden frei. Viele Menschen lehnten den Zentralstaat aber ab. Es gab Aufstände.

Der bekannteste Herrscher dieser Zeit war Napoleon Bonaparte. 1798 war er noch General. Ab 1799 regierte er Frankreich. 1803 gab er der Schweiz mit der Mediationsakte eine neue Ordnung. Die Kantone wurden wieder selbständiger. Neue Kantone wie Aargau, Thurgau, St. Gallen, Tessin und Waadt entstanden. In der Prüfung heisst die Antwort meist: Napoleon und der Einmarsch der Franzosen.

Eselsbrücke: 1798: Die Franzosen kommen, der Zentralstaat kommt. 1803: Napoleon gibt den Kantonen wieder mehr Macht.

Wichtige Begriffe

Helvetische Republik
Der Zentralstaat, den Frankreich 1798 bis 1803 in der Schweiz einrichtete.
Zentralstaat
Ein Staat, in dem eine zentrale Regierung alles bestimmt und die Regionen wenig Macht haben.
Mediationsakte
Verfassung, die Napoleon 1803 der Schweiz gab; sie machte die Kantone wieder stärker.

Fragen zu diesem Thema

  1. Im Jahr 1798 machte ein europäischer Herrscher für kurze Zeit einen Zentralstaat aus der Eidgenossenschaft. Wie hiess der Herrscher?Richtige Antwort: D, Napoleon Bonaparte
  2. Was führte 1798 zur politischen Neuordnung der Eidgenossenschaft?Richtige Antwort: C, der Einmarsch der Franzosen in die Schweiz

Quellen