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Geschichte der Schweiz · Reformation, Napoleon und Neutralität

Die Reformation

Thema

Im 16. Jahrhundert wollten viele Menschen in Europa die katholische Kirche erneuern. Sie kritisierten zum Beispiel, dass man sich mit Geld von Sünden freikaufen konnte. Diese religiöse Bewegung heisst Reformation. Sie begann 1517 in Deutschland mit Martin Luther. Aus ihr entstand der protestantische Glaube, in der Schweiz meist «reformiert» oder «evangelisch-reformiert» genannt.

In der Schweiz war Huldrych (Ulrich) Zwingli der wichtigste Reformator. Ab 1519 predigte er am Grossmünster in Zürich. Ab 1523 führte Zürich die Reformation ein. Später folgten zum Beispiel Bern und Basel. In Genf wirkte ab 1536 Johannes Calvin. Seine Lehre verbreitete sich in viele Länder.

Nicht alle Kantone wurden reformiert. Die Innerschweiz zum Beispiel blieb katholisch. So spaltete die Reformation die Eidgenossenschaft in zwei Konfessionen. Es kam zu Kriegen, den Kappelerkriegen. 1531 starb Zwingli in der Schlacht bei Kappel. Die Spannungen zwischen Katholiken und Reformierten prägten die Schweiz noch bis ins 19. Jahrhundert.

Eselsbrücke: Zwingli in Zürich, Calvin in Genf: Beide Städte sind Zentren der Reformation.

Wichtige Begriffe

Reformation
Religiöse Erneuerungsbewegung im 16. Jahrhundert, aus der die protestantischen Kirchen entstanden.
protestantisch / reformiert
Der Glaube, der mit der Reformation entstand; in der Schweiz heisst die Kirche meist evangelisch-reformiert.
Konfession
Eine Glaubensrichtung innerhalb des Christentums, zum Beispiel katholisch oder reformiert.

Fragen zu diesem Thema

  1. Im 16. Jahrhundert gab es in Europa und in der Schweiz eine wichtige religiöse Bewegung. Wie heisst sie?Richtige Antwort: B, Reformation
  2. Welche neue Glaubensrichtung entstand mit der Reformation?Richtige Antwort: D, der protestantische Glaube
  3. Was führte zur konfessionellen Spaltung der Schweiz?Richtige Antwort: B, die Reformation

Quellen