Geschichte der Schweiz · Anfänge und Alte Eidgenossenschaft
Marignano 1515
Thema
Im 15. Jahrhundert waren die Eidgenossen militärisch sehr stark. Sie eroberten neue Gebiete und kämpften als Söldner für fremde Herrscher. Anfang des 16. Jahrhunderts kämpften sie um die Herrschaft über Mailand in Norditalien. Dabei kamen sie in Konflikt mit dem König von Frankreich.
Am 13. und 14. September 1515 verloren die Eidgenossen die Schlacht bei Marignano, in der Nähe von Mailand, gegen den französischen König Franz I. Tausende Eidgenossen starben. 1516 schlossen die Eidgenossen mit Frankreich den «Ewigen Frieden». Sie verzichteten auf Mailand. Danach gab die Eidgenossenschaft ihre Eroberungspolitik auf. Die Zeit der grossen gemeinsamen Eroberungen war vorbei.
Später sah man in Marignano oft den Anfang der Schweizer Neutralität. Historiker sehen das heute vorsichtiger: Schweizer Söldner kämpften noch lange in fremden Armeen. Anerkannt wurde die Neutralität erst 1815. Für die Prüfung wichtig: Die wichtigste Folge von Marignano war das Ende der Eroberungspolitik.
Eselsbrücke: 1515: fünfzehn-fünfzehn, Schluss mit Erobern.
Wichtige Begriffe
- Marignano
- Ort bei Mailand, wo die Eidgenossen 1515 gegen Frankreich verloren.
- Söldner
- Soldaten, die gegen Bezahlung für einen fremden Herrscher kämpfen.
- Eroberung
- Man nimmt mit Gewalt ein fremdes Gebiet ein.
Fragen zu diesem Thema
- Im Jahr 1515 verloren die Eidgenossen die Schlacht bei Marignano. Welche Folgen hatte diese Niederlage?Richtige Antwort: A, Die Eidgenossen verzichteten auf die Eroberung weiterer Gebiete.