Mitbestimmen: Rechte und Pflichten · Initiative und Referendum
Direkte Demokratie im Überblick
Thema
Die Schweiz ist eine halbdirekte Demokratie. Das Volk wählt das Parlament, und das Parlament macht die Gesetze. Zusätzlich entscheidet das Volk aber auch direkt über Sachfragen. Mehrmals pro Jahr gibt es Volksabstimmungen. Das ist weltweit selten. In vielen anderen Ländern wählt das Volk nur das Parlament und entscheidet nicht selbst über Gesetze. Das nennt man indirekte Demokratie.
Dafür gibt es zwei wichtige Werkzeuge. Mit der Volksinitiative bringt das Volk eine neue Idee für die Verfassung ein. Mit dem Referendum stimmt es über Beschlüsse des Parlaments ab, zum Beispiel über ein neues Gesetz. So nehmen die Stimmberechtigten direkt Einfluss auf Verfassung und Gesetze.
Nicht alles kommt vors Volk. Über Parteiprogramme, Radio- und Fernsehprogramme oder die Besetzung von Stellen in der Verwaltung stimmt man nicht ab. Den Bundesrat wählt nicht das Volk, sondern die Bundesversammlung. In einer Partei mitzumachen ist ein indirekter Weg, die Politik zu beeinflussen.
Wichtige Begriffe
- direkte Demokratie
- Das Volk entscheidet selbst über Sachfragen, nicht nur über Personen.
- halbdirekte Demokratie
- Mischung aus Parlament, das Gesetze macht, und Volksrechten wie Initiative und Referendum.
- Volksrechte
- Die politischen Rechte des Volkes, vor allem Initiative und Referendum.
Fragen zu diesem Thema
- Wie können Schweizer Bürgerinnen und Bürger auf die Gesetzgebung Einfluss nehmen?Richtige Antwort: A, Sie können über Initiativen und Referenden abstimmen.
- Über was können stimmberechtigte Bürgerinnen und Bürger in der Schweiz auf Bundesebene abstimmen?Richtige Antwort: C, über Volksinitiativen und Referenden