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Geschichte der Schweiz · Das 20. Jahrhundert

Zweiter Weltkrieg

Thema

Im Zweiten Weltkrieg (1939 bis 1945) blieb die Schweiz neutral. Sie kämpfte weder für die Alliierten (zum Beispiel USA, Grossbritannien, Sowjetunion) noch für die Achsenmächte (Deutschland, Italien, Japan). Die Schweiz war fast ganz von Deutschland und Italien umgeben. Die Armee unter General Henri Guisan bereitete sich auf die Verteidigung in den Alpen vor. Man nennt das «Réduit».

Neutral hiess aber nicht: keine Kontakte. Die Schweiz hatte politische und wirtschaftliche Beziehungen zu allen Seiten. Sie war auf Kohle und Lebensmittel aus dem Ausland angewiesen. Schweizer Firmen lieferten Waffen und Maschinen, vor allem nach Deutschland. Die Nationalbank kaufte deutsches Gold. Der Transit zwischen Deutschland und Italien lief durch die Schweiz.

Die Schweiz nahm rund 60 000 zivile Flüchtlinge auf. Sie wies aber auch viele ab, darunter viele Jüdinnen und Juden. Ab 1942 war die Grenze für sie weitgehend geschlossen. Eine Expertenkommission (Bergier-Kommission) untersuchte diese Zeit und kritisierte die Flüchtlingspolitik 1999 deutlich.

Wichtige Begriffe

Alliierte
Die Staaten, die gegen Deutschland kämpften, zum Beispiel USA, Grossbritannien und Sowjetunion.
Achsenmächte
Deutschland, Italien und Japan mit ihren Verbündeten.
Réduit
Plan der Schweizer Armee, sich in den Alpen zu verteidigen.

Fragen zu diesem Thema

  1. Wie kann man das Verhältnis der Schweiz zu den kriegführenden Mächten im Zweiten Weltkrieg beschreiben?Richtige Antwort: C, neutral - politische und wirtschaftliche Beziehungen zu den kriegführenden Mächten

Quellen