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Geschichte der Schweiz · Das 20. Jahrhundert

Landesstreik 1918

Thema

Während des Ersten Weltkriegs (1914 bis 1918) ging es vielen Arbeitern in der Schweiz schlecht. Die Preise stiegen stark, die Löhne kaum. Es gab zu wenig Essen. Viele arbeiteten zehn Stunden am Tag, sechs Tage pro Woche. Viele Familien konnten kaum Miete und Essen bezahlen. Auch die Soldaten an der Grenze bekamen wenig Lohn. Die Unzufriedenheit wuchs, und es gab immer mehr Streiks.

Im November 1918 riefen Gewerkschaften und die Sozialdemokratische Partei zum Landesstreik auf. Das ist ein Streik im ganzen Land. Rund 250 000 Menschen legten die Arbeit nieder. Züge, Fabriken und viele Betriebe standen still. Der Bundesrat schickte die Armee in die Städte. Nach drei Tagen brachen die Streikführer den Streik ab, um Gewalt zu vermeiden.

Die Streikenden hatten neun Forderungen, zum Beispiel die 48-Stunden-Woche, eine Altersversicherung und das Frauenstimmrecht. Einige Forderungen wurden bald erfüllt: 1919 kam die 48-Stunden-Woche. Ab 1919 wählte man den Nationalrat nach dem Proporz (Verhältniswahl). Andere Forderungen kamen erst viel später: die AHV 1948, das Frauenstimmrecht 1971.

Eselsbrücke: 1918 Streik, 1919 die 48 Stunden.

Wichtige Begriffe

Landesstreik
Der Generalstreik im November 1918 in der ganzen Schweiz.
48-Stunden-Woche
Begrenzung der Arbeitszeit auf 48 Stunden pro Woche, eingeführt 1919.

Fragen zu diesem Thema

  1. Beim Landesstreik 1918 forderten die Arbeitenden mehr Rechte. Was war eine Folge des Landesstreiks?Richtige Antwort: A, Die 48-Stunden-Woche wurde eingeführt.

Quellen