Kanton und Gemeinde Zürich · Zürich: Kultur
Sechseläuten, Böögg und Zünfte
Thema
Das Sechseläuten ist das bekannteste Frühlingsfest in Zürich. Es findet im April statt, meistens am dritten Montag. Früher läutete an diesem Tag zum ersten Mal um 6 Uhr abends die Glocke als Zeichen für den Feierabend im Sommer. Daher kommt der Name.
Eine wichtige Rolle spielen die Zünfte. Das Sechseläuten ist ein Fest der Zünfte. Zünfte waren früher Vereinigungen von Handwerkern, zum Beispiel Bäcker oder Schmiede. Sie organisierten ihre Berufe und bildeten junge Menschen aus. In der Stadt Zürich hatten sie früher auch politische Macht. Heute sind sie Traditionsvereine. Am Sechseläuten ziehen sie in historischen Kostümen durch die Stadt.
Um 18 Uhr zünden die Zünfte auf dem Sechseläutenplatz den Böögg an. Der Böögg ist eine grosse Figur aus Holz und Watte, die wie ein Schneemann aussieht. In seinem Kopf sind Knallkörper. Er steht für den Winter. Nach dem Anzünden wartet man, bis sein Kopf explodiert. Die Tradition sagt: Je schneller der Böögg den Kopf verliert, desto schöner wird der nächste Sommer.
Eselsbrücke: Böögg-Kopf fällt schnell = Sommer wird schön.
Wichtige Begriffe
- Sechseläuten
- Zürcher Frühlingsfest im April mit Umzug der Zünfte.
- Böögg
- Schneemann-Figur, die am Sechseläuten verbrannt wird und den Winter darstellt.
- Zunft
- Früher eine Vereinigung von Handwerkern, heute ein Traditionsverein in Zürich.
Fragen zu diesem Thema
- Man sagt: Je schneller am Sechseläuten der «Böögg» (Schneemann-Puppe) auf dem Scheiterhaufen den Kopf verliert, desto ...Richtige Antwort: B, schöner wird der nächste Sommer.
- Wer spielt eine wichtige Rolle am Zürcher Sechseläuten?Richtige Antwort: D, die Zünfte